Blog - Gesundheit

Ernährung ist keine Glaubensfrage!

Ernährung und Bewusstsein

 

Currywurst oder Rohkostsalat? Das ist die Frage, denn bei­des für sich wäre auf Dauer sicherlich die falsche Ernäh­rung!

In Anbetracht einer gesunden Lebensweise spielt das The­ma Ernährung und Gesundheit eine wichtige Rolle.

Schon im Jahre 1977 wurde auf die permanen­ten Gefahren der von Menschen geschaffenen Pestizide hingewiesen. Die langlebigen Chemikalien kontaminieren nicht nur Natur und Umwelt, sondern sie zeigen auch, wie sich die diese Substanzen im menschlichen Körper halten und langfristige Schäden anrichten.

Die moderne Zivilisationskost ist längst nicht mehr in der Lage, uns ausreichend mit denjenigen Nähr­stoffen zu versorgen, die für die Gesunderhaltung unseres Körpers, geschweige denn unserer Umwelt, der Mutter Erde, notwendig sind.

Die großindustrielle Landwirtschaft beschert uns zwar Nahrungsmittel im Überfluss, dafür enthalten diese Mas­senprodukte 45-60 % weniger Nährstoffe, wie noch vor 30 Jahren!

Immer wieder haben Untersuchungen an menschlicher Muttermilch und menschlichen Fettgeweben das Ausmaß unserer Belastung bestätigt. Selbst Menschen in entlegenen Gegenden tragen heute in ihrem Körper schon hohe langlebige, synthetische Chemikalien, wie DDT, Di­oxine oder polychlorierte Biphenyle.

Bereits im Mutterleib geben Mütter diese chemi­schen Substanzen und Schwermetalle an ihre Kinder wei­ter. Dabei wird die ganze Bevölkerung dem Einfluss von Chemikalien ausgesetzt, von denen wir aus Tierstudien wissen, dass sie sehr giftig sind und dass sich die Effekte in manchen Fällen sogar addieren.

Unklar ist immer noch, wie diese hohen Umwelt­belastungen medizinisch aus dem Körper eliminiert wer­den können.

Die Rechnung der Industrie gegenüber dem Verbraucher ist Folgende: 60 % weniger Nährstoffe aus übermäßiger, künstlicher Produktion, dafür 35 % mehr langfristige Schadstoffe wie Schwermetalle (Kadmium, Cäsium, Di­oxin, Strontium 90 u.v.M.) in Luft, Wasser und Erde.

Kürzlich wurde wieder völlig verseuchte Baby­milch- und Nahrung aus China zurück beordert, die im Ur­sprungsland China 90 Todesfälle durch diese „Milch“ bei Säuglingen und Kleinkindern verursachte (Stand 9/2008).

Die Zeitschrift Focus berichtete in diesem Zu­sammenhang von erschütternden, aber gerade deswegen schrecklichen Tierversuchen. Forscher fütterten ihre be­vorzugten Versuchstiere mit jener Nahrung, die amerikani­sche, deutsche und überhaupt die Mehrheit der Bürger in der so genannten Ersten Welt zu sich nehmen und redu­zierten so nicht nur deren Lebenserwartung um ein Drit­tel, sie überantworteten sie auch jenem elenden Tod an Zivilisationskrankheiten, dem die meisten Menschen unse­rer angeblich so zivilisierten Gesellschaften zum Opfer fal­len.

 

Lebenserwartung und Lebensführung

 

Ein auf die statistische Lebenserwartung von ca. 70 Jahren zusteuernder Mensch der sog. Ersten Welt steht folglich vor der Wahl, ob er durch bewusste Ernährung daraus 93 (+ 33 %) oder aber 53 (‑25 %) Jahre machen möchte. Der „kleine Unterschied“ von 40 Jahren könnte zu denken ge­ben, immerhin handelt es sich hier um unser halbes Le­ben, ganz abgesehen von der völlig unvergleichbaren Le­bensqualität beider Extreme.

Ich möchte Ihnen im Folgenden darstellen, dass nicht die Menge der täglich verzehrten Nahrung entschei­dend ist, sondern die Qualität der Nahrungsmittel mit ih­rem Reichtum an essenziellen Lebensbausteinen.

Es stellt sich nicht unbedingt die Grundsatzfra­ge, ob in einer spirituellen Beratung ausschließlich vegeta­rische oder fleischhaltige Kost empfohlen wird, sondern welcher Energieverbrauch (körperlich wie geistig) als Out­put stattfindet. Diesen inneren wie äußeren Energiever­brauch wollen wir in Übereinstimmung mit der persönli­chen Lebensführung unter anderem mit der richtigen Er­nährung abstimmen.

Wir ergänzen wir durch folgende Fragen, wobei folgende Grundmerkmale wichtig sind:

 

Konstitution

Vorbelastungen

Durchschnittlicher Energieverbrauch

Leberwerte

Zustand des Darmes (sehr entscheidend)

Alter

Blutbild u.v.M.

Wie gut entgiftet der Körper?

 

Primär entscheidet jeder Organismus auf seine eigene Weise, wie er verdaut und auch entgiftet; so sind Ernäh­rungstipps so individuell wie jeder Mensch selbst.

Es macht wirklich keinen Sinn, „alles“ außer Fleisch zu essen und später unter permanenten Verdau­ungsproblemen, niedrigem Blutdruck, hoher Allergieanfäl­ligkeit usw. zu leiden. Kann der Organismus nicht mit sei­nen elementarsten Lebensstoffen wie Aminosäuren, Spu­renelementen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen (Carotinoide u. a.), Enzymen und ausreichender Flüssig­keitszufuhr seiner Arbeit, die hauptsächlich aus Verdau­ungs, - Stoffwechsel, - und Entgiftungsvorgängen bestehen nachgehen, so wird dieser zwangsläufig unter der Last ver­schiedenster Gifte krank werden müssen.

Dabei ist es in Wirklichkeit verblüffend einfach, sich gesund zu ernähren, jeder kann mehr für sich, seine Gesundheit und damit auch nachhaltig für die Umwelt tun.

Was zu tun ist? Sie können sich für ein anderes Leben ent­scheiden‑ ab heute‑ für eine biologische Erneuerung und mehr Lebensqualität.

Das Wissen, dass zwischenzeitlich über den menschlichen Organismus angewandt wird und wurde, ist wertvoll. Durch die aktuelle Diskussion zur dauerhaft krankmachenden Wirkung von Zucker und Kohlehydraten möchten wir hier gerne unseren Beitrag leisten, ohne Ernährung als eine Ersatzreligion zu verstehen – was leider viele Menschen unbewusst im esoterischen Medienrummel tun!

 

 

Das Ende der bisherigen Essgewohnheiten macht den größten Sinn

 

 

Die ganzheitliche Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele ist entscheidend; nur auf die Ernährung ausschließ­lich zu achten, wäre so fatal, wie nur auf die geistige oder spirituelle Entwicklung zu achten. Die Ernährung ist also ein Faktor in der individuellen Lebensführung. Unsere körperliche Innenwelt wird ebenso von Emotionen und Gedanken beeinflusst wie auch von schweren Umweltbelastungen, denen wir alle ausgesetzt sind.

So ist unser Ansatz derjenige der Lebensenergie, verbunden mit der Fähigkeit des Organismus, seelisch wie biochemisch zu verdauen. Seelische Spannungen beeinflus­sen unser körperliches Wohlbefinden ebenso wie Junkfood aus einem Schnellrestaurant.

 

Also, was stärkt und was schwächt unsere Lebensenergie?

Unsere Lebensenergie ist die Peripherie zwischen Körper und Seele und kann ernährungsphysiolo­gisch sehr wohl verbessert und gestärkt werden, ohne gleich auf guten Geschmack, Lust und Freude am Essen verzichten zu müssen.

Am Ende des Kapitels finden Sie eine Auflistung aller wichtigen Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe.

 

Der Körper besteht hauptsächlichaus Flüssigkeit und zu 24 % aus Eiweiß

 

Stellen Sie sich nun den menschlichen Körper vor:

Wenn man von seinen Körpersubstanzen das Wasser abzieht, bleibt vor allem Eiweiß übrig. Sie setzen sich aus 22 verschiedenen kleinen Eiweißbausteinen zu­sammen. Lassen Sie sich einmal Ihren Eiweißspiegel mes­sen beim Hausarzt. Das kostet ein bisschen Zeit, jedoch kein Geld.

Der wichtigste Lebensenergieparameter über­haupt ist das Eiweiß. Wir bestehen zu einem großen Teil aus Eiweiß. Die meisten von Ihnen haben einen niedrigen Eiweißspiegel. Wenn Sie sich im unteren Normbereich be­wegen, ist der ganze Organismus schlecht aufgebaut. Dann haben Sie z. B. schlaffe Muskeln, denn Muskeln sind Ei­weiß. Dann haben Sie spröde Knochen, denn Knochen set­zen sich zu über 50 % aus Eiweiß zusammen. Hinzu kommt ein schlecht funktionierendes Immunsystem, dieses be­steht primär aus Eiweiß. Dann beachten wir noch das Hä­moglobin, den roten Blutfarbstoff, denn Hämoglobin ist Ei­weiß.

 

 

Eiweiß ‑ der Baustoff des Lebens

 

Die Sauerstoffatmosphäre der Erde konnte sich vor Jahr­millionen Jahren nur mithilfe Sauerstoff produzierender Algen bilden. Die Vorläufer des gesamten Lebens dieser Erde waren Mikroalgen; bis heute wird der Großteil der vorhandenen Biomasse von Kleinalgen gestellt. Die be­kannteste ist die Kleinalge „Spirulina platensis“, deren na­türlicher Lebensraum die alkalischen Sodaseen in China, Südamerika und Afrika sind.

Der menschliche Organismus ist aus existenziel­len Gründen auf natürliche Eiweißquellen angewiesen, u. a. um die Thymusdrüse beim Aufbau von Abwehrzellen zu unterstützen. Ungesättigte Fettsäuren, die im Übrigen zum Abbau des Chole­sterins beitragen, finden sich in kalt gepressten Pflanzenölen, Nussölen sowie im Öl der Nacht­kerzenpflanze. Diese Fettsäuren können nicht vom Orga­nismus synthetisiert werden und müssen über die tägliche Nahrung zugeführt werden.

Das menschliche Gehirn besteht zu 25 % aus die­ser Fettart; ungesättigte Fettsäuren sorgen entgegen ge­sättigter Fettsäuren (Butter, Tierfette) für die Beweglich­keit und die Geschmeidigkeit der Blutgefäße, der Zell­membranen und der Haut. Die Thymusdrüse hat die Auf­gabe, Abwehrzellen bereitzustellen. Mit zunehmenden Al­ter schrumpft die Thymusdrüse und ihre Funktion wird all­mählich immer eingeschränkter. Werden im Alter keine Abwehrzellen mehr produziert, tritt zwangsläufig der Tod ein. Unser biologisches Leben hängt also primär davon ab, wie lange wir in der Lage sind, ein funktionstüchtiges Im­munsystem zu erhalten.

Die Thymusdrüse kann mit ungesättigtem Pflanzeneiweiß die sogenannte Gammalinolensäure produzieren, eine le­bensverlängernde Maßnahme!

In einer Kölner Studie von 1992 (Ralf Reglin) konnte nachgewiesen werden, dass binnen drei Wochen der Gesamtcholesterinwert auf 12,5 % gesenkt werden konnte, der positive HDL-Cholesterinwert jedoch um 20,7 % zunahm. Hinzu kam, dass die Aminosäuren Prolin und Lysin (beides sekundäre Pflanzenstoffe-Biflavonide) aus vollrei­fen Tomaten und roter Paprika diese Werte stabilisierten.

Falls Sie noch Butter zu sich nehmen, sollte es Butter sein, die nicht aus hocherhitzter und damit chemisch nachteilig veränderter Milch hergestellt wurde. Und man sollte natürlich die Butter nicht gleich in Unmengen zu sich nehmen, schon gar nicht in Verbindung mit stark koh­lenhydratreichen Speisen. 2-3 Mal in der Woche sollte aus­reichen.

Gegen Margarine ist auch nichts zu sagen, solange es sich um Marga­rine ohne gehärtete Fette handelt. Der Streit: „Butter oder Margarine“, ist für die Agrarwirtschaft und Margarineindustrie sicherlich interessant, für den Nor­malverbraucher hat er wenig Bedeutung.

Es ist bis heute nicht gelungen, obwohl es an Anstrengun­gen nicht gefehlt hat, die Butter für die Entstehung eines Herzinfarktes verantwortlich zu machen. Den Butterinfarkt gibt es sicherlich nicht.

Noch ein Tipp: Meiden Sie Backfette, nehmen Sie lieber Öle. Und zwar die nicht raffinierten Öle, besonders die Öle mit einem hohen Anteil an Linolsäure (essenzielle Fettsäure, die unser Körper benötigt und nicht selbst her­stellen kann), wie etwa Olivenöl, Rapsöl oder das in jedem Reformhaus oder Bioladen erhältliche Lein­öl, das man sogar als fett abbauend bezeichnen könnte.

Gehen Sie überhaupt öfter in ein den Bioladen, das Re­formhaus oder in die entsprechende Abteilung in einem Lebensmittelgeschäft. Dort finden sich viele Angebote, die nicht nur für die Gesundheit empfehlenswerter, sondern auch ungemein wohlschmeckender Nahrungsmittel. Nur sollte sich niemand zum Sklaven irgendeiner Ernährungs­philosophie machen.

 

Die häufigsten Erkrankungen aufgrund übermäßiger tierischer Fette und Kohlenhydrate und Bewegungsmangel sind:

 

Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen

Bluthochdruck

Übergewicht

 

80 % aller stationär behandelten Patienten haben Probleme mit dem Herz‑Kreislauf‑System.

 

Magnesium- Salz der inneren Ruhe

 

Haben Sie viel Magnesium im Blut, sind Sie fit, dynamisch, belastbar. Das wussten wir schon lange. Aber warum das so ist, wissen wir erst seit 1994. Da gab es einen Nobel­preis der Medizin für diese Erkenntnis. Beim hoch normalen Magnesiumspiegel in Ihrem Blut haben Sie in jeder einzel­nen Körperzelle vielleicht 1000 Kraftwerke zur Verfü­gung. In diesen Kraftwerken wird Energie produziert für Ihr tägli­ches Leben. Viel Magnesium, viele Kraftwerke, viel Ener­gie. Kaum sinkt der Magnesiumspiegel ab von der oberen Norm zur unteren Norm ‑ wohlgemerkt, beides ist normal ‑ tritt der Körper auf eine biologische Bremse.

 

"Halt, Stopp, Vorsicht!" Du hast nicht alles, was du für ein leistungsfähi­ges Leben brauchst. "Bitte schön, mach langsamer." Der Körper baut die Kraftwerke ab. Dann haben Sie nicht mehr 1000 Kraftwerke, sondern nur noch 600 in jeder Körperzel­le. Und das spüren Sie im täglichen Leben ‑ der biologi­scher Rücken­wind fehlt allmählich.

 

Merkwürdigerweise haben wir alle in Deutschland einen tiefen Magnesiumspiegel. Das liegt am Kunstdünger und am sauren Re­gen; sie sorgen dafür, dass im Boden kaum noch Magnesium enthal­ten ist. Eine Ursache für unseren tiefen Magnesiumspiegel ist Stress. Unter Stress ver­brauchen wir unsere Magnesiumvorräte allmählich.

 

 

Alkohol entzieht dem Körper Magnesium.

 

Haben Sie das gewusst? Ein Gläschen Wein, genossen am Abend, schwemmt Ihnen das Magnesium aus dem Körper. Am nächsten Tag haben Sie einen schweren Arbeitstag. Sie kommen abends heim, wollen abschalten, zur inneren Ruhe kommen. Sie finden diese aber nicht, weil Sie sich gestern vom Salz der inneren Ruhe verabschiedet haben. Sie sind leicht unruhig, etwas nervös. Also das tägliche Gläschen Bier, Gläschen Wein macht Sie ganz schnell schlapp, älter und auf Dauer krank.

 

Hämoglobin‑ wichtig für den Sauerstofftransport

 

Ein anderer Energieparameter ist das Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, welcher Sauerstoff innerhalb des Organismus transportiert. Wenn Sie viel davon im Blut haben, können Sie besser Sauerstoff aufnehmen. Wie wichtig das ist, weiß jeder körperlich aktive Mensch. Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Mus­keln.

Hämoglobin transportiert Sauerstoff auch ins Gehirn. Für Sie wäre das genauso wichtig. Zwei Einheiten mehr davon im Blut ‑ das ist ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht. Die Müdigkeit, die bei Vielen ab Mittag auftaucht, verschwindet.

 

70 % aller Krankheiten stammen aus dem Darm

 

Wir sollten uns aber genau so bewusst sein, dass der Mund ebenso die Pforte des Lebens sein kann, dass der Darm uns Gesundheit und langes Leben zu schenken vermag. Wenn wir es wollen.

Denn wir haben die Wahl, was wir über den Mund zum Darm schic­ken. Und wie wir es zu uns nehmen. Ernäh­rungsbedingte Krankheiten ‑ das sind die meisten Zivilisa­tionskrankheiten unserer Tage ‑ sind nicht ein unabänder­liches Schicksal, sie fallen nicht aus heiterem Himmel über uns her.

Die persönliche Freiheit, die normalerweise je­der Mensch hat, was er, wann er und wie er isst, gibt ihm die Möglichkeit, im Sinne seiner Ge­sunderhaltung alles richtig, aber auch alles falsch zu machen.

Weil wir kaum noch unserem Instinkt vertrauen können, der uns zur richtigen Nahrungsaufnahme leiten würde, be­gehen wir meistens viele Fehler.

Es ist schon viel gewonnen, wenn wir eine wohlausgewogene, abwechslungsreiche Kost zu uns nehmen, mit einem möglichst hohen Anteil an Frischkost, deren „Vitalstoffe“ noch weitgehend erhalten geblieben sind.

 

Problem Nummer eins: Fett

 

Die meisten Menschen wissen, dass Fett und weißer Industriezucker der größte Feind ist, den wir haben. Fett lagert sich in unseren Gefäßen, in der Halsschlagader, in den Herzkranzgefäßen, in der Aorta ab. Unverbranntes Nahrungsfett lässt unsere Gefäße ver­engen, und irgendwann werden unsere Orga­ne nicht mehr durchblutet. Was das heißt, ahnen Sie bereits.

Dabei könnte man das Fett verbrennen. Die Muskeln kön­nen Fett verbrennen. Nicht das Gehirn, nicht der Knochen, nur der Muskel kann Fett verbrennen. Doch der Muskel des Kopfarbeiters hat's lei­der verlernt. Der Muskel kann sich nämlich aussuchen, ob er Koh­lenhydrate verbrennen will oder Fett.

Die Muskeln des Waldarbeiters und des Bergbauern können durch deren Tätigkeit spielend Fett verbrennen.

Die Muskeln des Kopfarbeiters sagen: "Ach, weißt du was, morgens aufstehen, zum Auto rennen, in der Arbeit zehn Mal am Tag die Trep­pen rauf‑ und runter laufen und sonn­tags eine Stunde Tennis spielen gehen: das bisschen mus­kuläre Energie beziehe ich doch allemal aus den Kohlenhy­draten meiner Nahrung, aus dem Brot, Nudeln, Reis, Korn ..."

Die meisten Kopfarbeiter können gar kein Fett mehr ver­brennen; sie können es nur noch ablagern, zum Beispiel in den Herzkranzgefä­ßen, in der Halsschlagader oder zwi­schen den Hirnzellen.

 

Kurbeln Sie Ihre Fettverbrennungsmaschine an

 

Man könnte dies alles wieder rückgängig machen. Richtige Bewe­gung fördert die Bildung fett verbrennender Enzyme. Richtige Be­wegung heißt: langsam, gleichmäßig, nonstop. Richtige Bewegung heißt: Ihre Milchsäure ist tiefer als 4,0.

Die meisten Menschen bewegen sich falsch. Die wollen's rich­tig ma­chen, fangen an mit Sport, Yoga, Tai-Chi.

Leider fehlt es oft an der Regelmäßigkeit.

Hier wird Fett ver­brannt. Milchsäurewerte über 4,0 bedeu­ten: Hier kann kein Gramm Fett mehr verbrannt werden. Es werden nur Kohlenhydrate verbrannt.

 

Noch einmal zusammengefasst:

 

- Sauerstoffunterschuss ‑> Zuckerverbrennung

- Sauerstoffüberschuss ‑> Fettverbrennung

 

Laufen Sie los ‑ aber langsam

 

Wer hechelt und keucht, kann kein Gramm Fett verbren­nen. Nur bei Sauerstoffüberschuss können Sie die Enzyme bilden, die Sie zur Fettverbrennung brauchen. Als Kinder hat­ten Sie alle diese Enzyme. Nun müssen Sie diese Enzyme erst wie­der produzieren.

Der Vorteil daran: Wenn Sie einmal diese Enzyme wieder ge­bildet haben ‑ dafür brauchen Sie ca. sechs bis acht Wochen ‑ ver­brennen Sie Fett rund um die Uhr. Ganz egal, was Sie gerade tun. Egal, ob Sie im Bett liegen und schlafen. Ihre Muskeln verbrennen Fett. Egal, ob Sie im Büro sitzen und geistig arbeiten. Ihre Muskeln verbrennen Fett. Egal, ob Sie sich im Wald bewegen, eine halbe Stun­de mit dem richtigen Puls. Ihre Muskeln verbrennen Fett. Fett­verbrennung rund um die Uhr.

Wenn Sie durch eine aktive Tätigkeit wie oben regelmäßig ihren Körper trainieren, wird es leichter, Ablagerungen von der Halsschlagader, von den Herzkranzgefäßen ‑ und in den Muskeln verbrennen.

30 Minuten täglich den Puls regelmäßig bewegen- und Sie spüren den Unterschied!

 

 

Bausteine der Lebensenergie:

Aminosäuren & Bio‑Katalysatoren

 

Unser lebenswichtiges Eiweiß hat 22 Bausteine, 9 davon synthetisiert unsere Leber, 13 müssen von Außen zugeführt werden. Die Bausteine des Lebens hei­ßen Amino­säuren. Bio‑Katalysatoren sind Vitamine, Mineralien, Spuren­elemente.

 

Serotonin

 

Der Neurotransmitter Serotonin sorgt für gute Laune, macht fröhlich, ist auch ein natürliches Antidepressivum.

Es ist ein Neurotransmitter, wirkt also als Botenstoff zwischen den Nervenzellen (Neuronen) und gilt als "Glückshormon". Serotonin fungiert im Organismus als Gewebshormon bzw. als Neurotransmitter im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut. Der Name leitet sich von seiner Wirkung auf den Blutdruck ab: Serotonin ist die Komponente des Serums, die den Tonus (Druck) in den Blutgefäßen reguliert.

Die Wirkung von Serotonin ist somit für das psychische Gleichgewicht als Voraussetzung einer guten, Selbstwerten Wahrnehmung besonders wichtig.

 

Zink‑ die innere Power

 

Zink ist der entscheidende Stoff, der ge­gessenes Eiweiß in körpereigenes Eiweiß um­wandelt. Das ist nämlich nicht selbstverständlich: Was ich esse, wer­de ich. Es muss erst katalysiert werden, und das bewirkt Zink.

Unser Immunsystem ist Reinei­weiß ist – 1 Kilogramm Eiweiß. Mit viel Zink verwandeln Sie das Eiweiß in Ihr Immunsystem. Heutzutage wird mit Recht z. B. mit einer Zinkbrause gegen grippale Infekte zur Vorbeugung geworben. Bei rauher oder rissiger Haut wirkt Zinkcreme (Penatencreme) direkt aufgetragen.

Zink stärkt das Immunsystem, Haut, Haare, baut Testosteron auf.

Zink stärkt den inneren Antrieb.

 

Zink als Heilmittel

Seit 1984 wurden verschiedene Studien publiziert, nach denen Zink das Immunsystem stärken und wirken soll. Es gilt vielfach als das einzig wirksame Mittel gegen Erkältung. Zwar wurden Studien in Metastudien kritisiert, sodass die Wirksamkeit nicht unumstritten ist, Erfahrungsberichte fallen jedoch überwiegend positiv aus. Zink ist außerdem eines der wenigen Hausmittel, um Lippenherpes frühzeitig, effektiv und kostengünstig entgegen zu treten. Zink-Ionen verhindern ein Anheften der Viren an die Wirtszelle und verringern das Risiko, dass die Erkrankung überhaupt ausbricht. Ca. 20 % des Zinkgehalts des Körpers befindet sich in der Haut. Es wird von Behandlungserfolgen bei entzündlicher Akne nach 6- bis 8-wöchiger Behandlung berichtet.

Selen

Als wirkungsvolles Antioxidans in der Zelle bewirkt Selen eine innere Dynamik der Zelle bezüglich Abwehr von freien Radikalen im Organismus. Es bewirkt auch eine ähnliche innere Ruhe und Gelassenheit, ähnlich Magnesium.

Selen kommt in unseren Böden so gut, wie nicht mehr vor; die Gletscher wuschen vor 40.000 Jahren Jod und Selen aus den Böden heraus. Auch die Weltgesundheitsorganisation wies diesen Mangel in Mitteleuropa nach.

Selen spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion der Schilddrüsenhormone, genauer bei der „Aktivierung“ von Thyroxin (T4) zu Triiodthyronin (T3). Selen darf nur in kleinsten Spuren eingenommen werden. Als Radikalfänger hat sich Selen in Verbindung mit Vitamin A, C und E sowie Lycopin sehr bewährt. Verschiedene Studien, z. B. die „SELECT“-Studie („Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial“) soll diesbezüglich Auskunft geben und 2013 abgeschlossen werden, die Zwischenberichte sind jedoch schon sehr positiv.

 

Mangan‑ volle Energie

 

Mangan ist in unseren Böden enthalten. Deshalb haben alle Knol­len viel Mangan, also Radieschen, Schwarzwurz, auch das Korn. Mangan schützt die Telomere ‑ die Endstücke der Chromosomen, die durch jede Zellteilung abgenützt wer­den ‑ und verlän­gert damit das Leben.

Aber Mangan vermag noch mehr. Ihr Manganspiegel verläuft direkt proportional mit Ihrem Te­stosteronspiegel, also mit Ihrer inneren Power, mit Ih­rer inneren Stärke, mit der Energie, von der Sie leben. Kennen Sie Ihren Manganspiegel?

Gebundenes Mangan ist ein essenzielles Spurenelement für alle Lebensformen. Es ist wichtiger Bestandteil vieler Enzyme und steigert die Verwertung des Vitamin B1, wichtig ist es für die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse. In Pflanzen findet sich im Photosystem II ein Komplex mit 4 Manganteilchen. Dieser dient zur Spaltung von Wasser und der damit verbundenen Gewinnung von Elektronen.

Der menschliche Körper enthält etwa 10-20 mg Mangan, entsprechend ca. 0,1-0,3 ppm, das meiste davon ist in den Knochen gebunden. Täglich sollten ungefähr 4 mg aufgenommen werden. Manganreich sind Nüsse, Vollkornprodukte, Keimlinge, Erdbeeren und Kakao. Milch, Mineralwässer und manche Trinkwässer sind manganarm!

Chrom‑ beschleunigt Ihre Fettverbrennung.

 

Es sollte Ihnen gelingen, täglich ca. 100 Mikrogramm Chrom zu sich zu nehmen ‑ das fordert die amerikanische Gesundheitsbehörde. Sie nehmen täglich nur 15 Mikrogramm zu sich, im Schnitt. Bei 100 Mi­krogramm würde sich Ihre Verbrennung um den Faktor 4 beschleunigen. Ohne dass Sie etwas tun. Da können Sie das ganze Laufen täglich vergessen. Sie würden einfach so ab­nehmen ‑ nur mit Chrom.

Wir wissen das von Zuckerkranken. Chrom verhindert die Insulin­resistenz. Zuckerkranke können deshalb nicht ab­nehmen, weil sie zu viel Insulin haben. Und das Insulin wirft Ihnen das Fett in die Zel­len und versiegelt die Zel­len. Die Zuckerkranken haben keine Chan­ce abzunehmen, es geht halt nicht. Kaum nehmen sie Chrom, verschwindet die Insulinresistenz, der Insulinspiegel sinkt, und sie neh­men ab.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde sagt völlig zu Recht: 90 % der Amerika­ner haben zu wenig von diesem Chrom. Und im gleichen Artikel steht: In Deutschland, der Schweiz und Österreich gibt es noch keine vergleichbaren Studien.

 

 

Ich möchte Ihnen nun gegen Ende dieses Kapitels die wichtigsten Lebensstoffe und Nahrungsmittel vorstellen:

 

 

Schützen Sie Ihre Zellen- die Rolle der Antioxidantien

 

Lycopin‑ das Antioxidans aus der Tomate

 

Der Körper braucht Schutz, Schutz vor freien Radikalen.

Lycopin ist das Carotinoid, das der Tomate ihre rote Farbe ver­leiht. Carotinoide sind in der Natur weit verbreitet. Es handelt sich um Pflanzen­farbstoffe, die für die rote, orange und gelbe Färbung von Obst und Gemü­se, z. B. Karotten, Paprika und To­maten zuständig sind. Carotinoide schüt­zen dabei die Pflanzen vor der übermäßigen Strahlung durch die Sonne. Hier zeigt uns die Natur ihren eigenen antioxidativen Schutzmechanismus ge­gen freie Radikale. Deshalb bezeichnet man Carotinoide auch als "Sonnenschirme der Natur".

 

Antioxidantien‑ als Team erfolgreich

 

Neben Lycopin enthält die Tomate die Vitamine C und E, Provit­amin A und das Spurenelement Selen. Alle diese Antioxidantien sind Teil des natür­lichen körpereigenen Schutzmechanismus' gegen freie Radikale. Sie er­gänzen sich gegenseitig und stellen ein gutes Team zum Schutz der Zellen dar.

 

Carotinoide‑ "Sonnenschirme der Natur"

 

Carotinoide ‑ die Welt wäre farblos ohne sie, Carotinoide sind in der Natur weit verbreitet. Es handelt sich um Pflanzen­farbstoffe, die für die Farbenpracht vieler Pflan­zen, Blumen und Früchte verantwortlich sind. Rot, Orange und Gelb sowie alle Farbschattierungen deuten auf das Vorhanden­sein von Carotinoiden hin. Paprika, Tomaten, Aprikosen, Oran­gen verdanken den Carotinoiden ihre wunderschöne Farbe. Und nicht zuletzt die Karotte, die den Carotinoiden bereits im Jahr 1831 ihren Namen verlieh.

Selbst die Farbe von Lachs und Hummer und sogar die faszinie­rende Farbe der Federn von Flamingos entsteht durch die Auf­nahme von Carotinoiden über die Nahrung.

600 verschiedene Carotinoide sind mittlerweile im Pflanzen‑ und Bak­terienreich bekannt. 40 davon befinden sich auch in der täglichen Nahrung des Menschen. Die Wichtigsten davon sind ct‑ und ß‑Carotin, Lutein, Zeaxanthin und Lycopin.

 

Lycopin‑ das Carotinoid aus der Tomate

 

Mit gutem Grund sind die Carotinoide in den letzten Jahren verstärkt in das Interesse der Forschung gerückt. Das Wissen um die 600 verschiedenen Carotin‑Arten, die bisher entdeckt wurden, wächst ständig.

Die meisten Carotinoide sind in vielen Gemüsen und Früchten enthalten. Eine Ausnahme stellt das Lycopin dar. Lycopin kommt hauptsächlich in Tomaten und Tomatenprodukten vor.

 

Die "Geschichte" des Lycopins

 

Das Pflanzenpigment Lycopin hielt Einzug in die westliche Welt um das Jahr 1529, als der Aztekenkönig Montezuma dem spani­schen Eroberer Hernando Cortez als Gastgeschenk einige To­maten überreichte. Die an Mexiko angrenzenden Länder Texas, Neumexiko, Arizona und Kalifornien übernahmen die azteki­sche Pflanze und bauten sie an. Von hieraus verbrei­tete sich die Tomate über die damalige alte Welt.

Die Tomate, die Montezuma in den Händen hielt, war gelb ge­färbt. Erst nach einigen Jahrzehnten der Kultivierung bildete sich ihre seitdem charakteristische rote Farbe aus.

Bereits im Jahre 1554 wurde die Tomate oder "Pomodoro" auch in Italien erstmals erwähnt. Sie bildet bereits seit dem 16. Jahrhundert das Grund­nahrungsmittel der sogenannten medi­terranen Ernährung, die dadurch reich an allen Carotinoiden und vor allem Lycopin ist.

 

 

Carotinoide‑ mehr als nur Farbstoffe

 

Carotinoide sind für die gelbe, orange und rote Färbung von Obst und Gemüse wie Tomaten, Aprikosen und Möhren verant­wortlich. Sie können jedoch viel mehr als nur für ein appetitli­ches Äußeres sorgen. Carotinoide gehören gemeinsam mit den Vitaminen E und C sowie dem Spurenelement Selen zu der Gruppe der Antioxidantien. Sie schützen die grünen Be­standteile der Pflanzen, in denen die Fotosynthese stattfin­det, vor den Angriffen der sogenannten "freien Radikale". Freie Radikale entstehen – zu ihrer allgemeinen Information – auch durch das Einatmen von Luft; bitte assoziieren Sie als nicht gleich etwas Ungutes mit diesem Begriff. Nur im kontinuierlichem Übermaß kann von einer gesundheitlichen Störung gesprochen werden.

Was ist ein freies Radikal?

 

Ein freies Radikal ist eine Substanz, die ein ungepaartes Elek­tron (negativ geladenes Teilchen) besitzt und daher sehr re­aktionsfreudig ist. Es ist nicht gern allein und sucht sich ein Gegenstück ‑ oft bei Zell­strukturen, insbesondere bei den fetthaltigen Zellhüllen, die wenig stabil sind und sich leicht ein Elektron entreißen lassen. Hier fehlt dann wieder ein Elektron, welches sich ein Gegenstück sucht .... sodass letzt­endlich eine Kettenreaktion an der äußeren Zellhülle oder in­nerhalb der Zelle in Gang kommt.

 

Praktisch alle Zellstruktu­ren können von dieser Kettenreaktion betroffen sein.

 

Wie entstehen freie Radikale?

 

Freie Radikale werden in der Regel aus Sauerstoff ‑ auch aus Sauerstoff, den wir mit der Atmung aufnehmen ‑ in jeder Zel­le gebildet. 5-10 % des aufgenommenen Sauerstoffs werden zum Radikal. Freie Radikale gibt es also bereits, seit es Leben auf unserer Erde gibt.

 

Wozu produziert die Natur Carotinoide?

 

Pflanzen nutzen das Sonnenlicht zur Energie‑Erzeugung. Dieser Vorgang darf nur nicht außer Kontrolle geraten, weil ansonsten freie Radikale entstehen. Die Pflanzen befinden sich quasi ständig auf einer Grat­wanderung zwischen Energiegewinnung durch das Sonnenlicht und dem Schutz der "Energiezentrale Chlorophyll" durch über­mäßigen Einfluss dieses Sonnenlichtes. Carotinoide sind nun in der Lage, Pflanzen vor der übermäßigen Strahlung durch die Sonne zu schützen. Ohne das Schutzschild der Carotinoide könnten die Pflanzenzellen nicht gesund wachsen, die gesamte Pflanzenwelt wäre kurz nach dem Sonnenaufgang eine braun­welke Masse. Deshalb bezeichnet man Carotinoide auch als "Sonnenschirme der Natur".

Auch die grünen Blätter der Bäume enthalten Carotinoide, die sie vor einem zu starken Sonneneinfluss und den daraus resul­tierenden Belastungen schüt­zen. Nur wenn im Herbst das Chlo­rophyll abgebaut wird, kommt das Carotin zum Vorschein und sorgt für die alljährliche Farbenpracht der Bäume.

Was Carotinoide und andere Antioxidantien in der Pflanze schaffen ‑ Schutz vor einer übermäßigen Belastung durch freie Radikale ‑ bewirken sie auch im menschlichen Körper. Denn auch im menschlichen Organismus selber werden ständig freie Radikale gebildet, zum Beispiel als Abwehrstoffe gegen Bakte­rien und andere Stoffe.

Den größten Einfluss üben freie Radikale aber heutzutage durch die zuneh­mend negativen Umweiteinflüsse auf unsere Zellen aus.

 

Die Bildung freier Radikale wird dabei begünstigt durch:

 

- Abgase, Smog, Ozon

- UV‑Strahlung, radioaktive Strahlung

- Zigarettenrauch

- Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel

 

Dieser Vorgang wird auch Oxidation genannt. Zu vergleichen ist diese Reaktion mit ständig ablaufenden natürlichen Vorgän­gen aus unserer Umwelt, wie dem Ranzigwerden von Fett oder dem Rosten von Eisen.

Diese Prinzipielle, das heißt auch in der Natur ständig ablau­fende Bildung der hochreaktiven Radikale ist daher noch nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr das heutige Übermaß an Umwelteinflüssen, welches zu einem Überschuss an freien Radikalen führt. Und dieser oxidative Überschuss wiederum fordert den Körper zu Gegenmaßnahmen auf. Er aktiviert sein eigenes Schutzsystem ‑ die Antioxidantien.

 

Antioxidantien = Radikalfänger-

Die Synergie‑Effekte der Natur nutzen

 

Der Körper selbst hält gegen die Oxidation durch freie Radikale ein natür­liches Abwehrsystem bereit: die Antioxidantien. An­tioxidantien kann unser Körper ‑ wie alle Vitamine, Mineral­stoffe und Spurenelemente ‑ nicht selbst herstellen. Wir müs­sen sie daher über unsere Nahrung tagtäglich aufneh­men. Anti­oxidantien können unsere Körperzellen vor den Angriffen der freien Radikale schützen.

Jedes einzelne Antioxidans ‑ Vitamine C und E, Provitamin A, Lycopin und Selen ‑ zeichnet sich durch charakteristische, sei­ner speziellen Struktur entsprechende Aufgaben im Körper aus. Aber es zeigen sich auch immer deutlicher die positiven Syner­gie‑Effekte der Antioxidantien im Vergleich zu den Wirkungen der einzelnen Stoffe. Alle Antioxidantien sind Teil des natürli­chen körpereigenen Schutzmechanismus gegen freie Radikale. Sie ergänzen sich gegenseitig und stellen ein gutes Team zum Schutz der Zellen dar.

 

Wirksamer Zellschutz:

Gutes Bündnis der Vitamine C und E

 

Vitamin E sitzt als fettlösliches Antioxidans in der Zellhülle und damit genau an der richtigen Stelle, um dort freie Radika­le abzufangen: Das Vitamin gibt dem freien Radikal ein Elek­tron ab und verhilft ihm dadurch zu einer stabilen und unge­fährlichen Bindung. Neue Kraft für Vitamin E liefert anschlie­ßend das wasserlösliche Vitamin C. Vitamin C trifft außen an der Zellhülle auf das Vitamin E und versetzt es in seinen ur­sprünglichen Zustand. Vitamin C kann jedoch auch selbst Radi­kale im Innern der Zelle abfangen.

Carotinoide und Vitamin E wirken schon an der Zellhülle.

Bereits an der Eintrittspforte in die Zelle fangen Carotinoide, wie Provitamin A und Lycopin sowie Vitamin E, Radikale ab. Sie können mit diesen Stoffen Bindungen eingehen, wodurch die Wirkung der Radikale aufgehoben werden kann.

Die Tomate ‑ lateinisch Lycopersicon esculentum ‑ bezeich­nete man früher als Gold‑ oder Liebesapfel. Später wurde die ursprünglich dem Granatapfel vorbehaltene Bezeichnung Pa­radiesapfel auch auf die Tomate übertragen. Der Anblick der leuchtend roten Früchte sollte zärtliche Gefühle wecken. Die Pflanze wurde früher nur als Zweitfrucht angepflanzt und galt als giftig oder zumindest als ungesund.

Bis vor Kurzem war das in Tomaten reichlich enthaltene Caro­tinoid Lycopin noch relativ unbekannt, zumindest im Ver­gleich zu seinem großen "Bruder", dem ß‑Carotin. Heute weiß man, dass der Tomaten­farbstoff Lycopin ein äußerst wirksa­mes Antioxidans und für den Körper als Schutz gegen freie Ra­dikale unentbehrlich ist. Beispiels­weise ist die antioxidative Kraft von Lycopin etwa doppelt so groß wie die des ß‑Caro­tins.

 

Wichtig: Selen entzieht freien Radikalen den Nährboden

 

Selen ist ein Spurenelement, welches in einen besonderen Ei­weißkörper eingebaut wird, der zu der Gruppe der sogenann­ten Enzyme gehört. Dieses spezielle selenhaltige Enzym ist in der Lage, die Bildung von Radikalen im Körper zu verhindern, indem es die für die Radikalbildung notwendigen Stoffe besei­tigt. Selen ist ebenfalls im wässrigen Innern der Zelle tätig und unterstützt dort den Vitaminstoffwechsel.

 

 

Antioxidantien in unserer Nahrung‑

bekommen wir genug?

 

Unsere Nahrung versorgt uns mit Carotinoiden (Lycopin, Pro­vitamin A) sowie den Vitaminen C und E und dem Spurenele­ment Selen.

Wie zu Anfang beschrieben, werden Caroti­noide dem Körper ausschließlich bei einer Gemüse‑ und Obst­betonten Ernährung zuge­führt. Achten Sie auf die charakteris­tische gelbe, orange und rote Farbe der Nahrungsmittel: Papri­ka, Karotten, Tomaten, Aprikosen ...

Vitamin C ist vor allem in frischem Gemüse und Obst enthal­ten. Jeder kennt die Zitrone als Vitamin C‑Lieferant. Weniger bekannt ist jedoch, dass beispielsweise Kiwis, schwarze Johan­nisbeeren oder Sanddorn wesentlich Vitamin C‑reicher sind.

Vitamin E ist als fettlösliches Vitamin vor allem in Speiseölen, Sonnen­blumenkernen und Nüssen enthalten. Insbesondere Son­nenblumenöl, Weizenkeimöl oder Sojabohnenöl sind sehr Vitamin E‑reich. Der Vitamin E‑Gehalt korreliert in den ver­schiedenen Ölen mit deren Gehalt an ungesättigten Fettsäu­ren. Doch Vorsicht: diese Fettsäuren können selbst oxidiert und dadurch "ranzig" werden. Vitamin E schützt das Öl vor der Oxidation durch freie Radikale und dem "Ranzigwer­den". Die Natur macht uns quasi das Wechselspiel zwischen Oxidantien und Antioxidantien vor.

Selen ist in nennenswerten Mengen ausschließlich in tierischen Produkten enthalten. Zu den in unserer Gegend selenreichsten Nahrungsmitteln zählen Meeresfisch, Hühner‑ und Schweine­fleisch sowie das Hühnerei. Deutlich weniger Selen enthält Ge­treide; Obst und Gemüse sind nahezu frei von diesem Spuren­element.

 

Vitamin C

[mg/100 g]

Carotinoide

[mg/100 g]

Hagebutten

1000

Karotten

6,6

Sanddorn

450

 

(viel ß-Carotin)

Schwarze

 

Kresse

5,6

Johannisbeeren

180

Spinat

4,9

Paprika

140

Tomaten

3,1

Broccoli

110

 

(viel Lycopin)

Grünkohl

110

Mangos

2,9

Kiwi

80

Melonen

2,0

Orange

50

 

 

Vitamin E

[mg/100 g]

Seien

lpg/gl

Weizenkeimöl

215

Nieren

1,40

Sojabohnenöl

56-160

Fisch

0,75

Maisöl

53-160

Reis

0,38

Sonnenblumenkerne

50

Hafer

0,35

Mandeln

23-32

Knoblauch

0,28

Erdnüsse

11-13

Weizenmehl

0,15

Oliven

5-15

 

 

 

Tab. 1: Nahrungsmittel mit hohen Vitamin C‑, Vitamin E‑, Carotinoid‑ bzw. Selengehalten

 

 

So sähe eine antioxidantienreiche Ernährung aus..

 

Eine ausgewogene, von der Natur her vorgesehene Ernährung gewährleistet, dass unser Körper mit allen wichtigen Substan­zen versorgt wird. Essen wir viel frisches Obst und Gemüse, achten wir auf eine schonende Zubereitung der Nahrungsmit­tel, sind wir automatisch mit allen wichtigen Nährstoffen ver­sorgt und nehmen in der Regel auch ausreichend Antioxidanti­en auf.

 

 

... und das ist die heutige Realität

 

Die heutigen Ernährungsgewohnheiten führen aber häufig dazu, dass nicht genügend Antioxidantien mit der Nahrung auf­genommen werden. Wir essen zu wenig frische, naturbelasse­ne Lebensmittel und nehmen dafür um so mehr Konservenkost und "Fast‑Food" zu uns. Auch sind Antioxidantien sehr empfind­lich und gehen daher aufgrund der heutigen Lagerungs‑ und Zube­reitungsmethoden in großem Maße verloren. Vitamin C gilt als "Mimose" unter den Vitaminen. Es ist besonders emp­findlich gegenüber Licht, Luft und höheren Temperaturen. Bei längerer Lagerung wird es abgebaut. Beim Kochen der Speisen geht es ins Kochwasser. Bereits kurze Lagerungszeiten, Licht, Luft und Wärme bewirken einen Vitamin E‑Verlust. Auch Caro­tinoide sind empfindlich gegenüber Licht, Hitze und Sauer­stoff. Die Böden Mitteleuropas sind durch intensive Bewirt­schaftung und sauren Regen selenverarmt.

Die Folge ist eine allmähliche Unterversorgung an diesen le­benswichtigen Nährstoffen.

Ein interessanter Film zum Thema Fast Food ist: „Supersize Me“ – bestellbar oder gratis auf Youtube.

 

Antioxidantien-Bodyguards für die Gesundheit

 

Wir können also unseren Körper bei der Abwehr gegen ein Zu­viel an Radikalen und deren Wirkungen unterstützen. Dazu be­nötigen wir jedoch ein mehr an Antioxidantien, dass durch un­sere normale Ernährung oft nicht in ausreichender Menge be­reitgestellt werden kann.

Deshalb empfiehlt es sich, die für den Schutz der Zellen wich­tigen Antioxidantien Vitamine C und E, Carotinoide und Selen täglich zusätzlich zur normalen Ernährung zu verzehren.

Was uns die Natur vormacht, nehmen wir uns gerne zum Vor­bild. Das ist auch verständlich, schließlich gehört der Mensch genauso zum natürlichen Kreislauf wie Tiere und Pflanzen. Wenn es um Vitamin E geht, bevorzugt der Körper eindeutig die natürliche Form. Das Vitamin E wird aus natür­lichem Pflanzenöl ge­wonnen und besitzt dadurch eine höhere biologische Wirksamkeit als synthetisch (künstlich) hergestellt­es Vitamin E.

 

Wie Lebensmittel Abwehrzellen beeinflussen.

 

Die Rolle im Immunsystem

 

Auflistung der wichtigsten Nahrungsmittel
und deren Bestandteile

 

 

 

Eiweiß: Wichtigster Proteinlieferant. Enthalten in Linsen, Tofu, Soja, Naturreis, Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Kidneybohnen

 

Flüssigkeit: Das tägliche Minimum, damit Ihre Nieren (Blutreinigung) den Organismus in Schwung halten, sind zwei Liter Flüssigkeit. Dazu zählt natürliches oder gefiltertes (Heil) -Wasser, grüner oder Pu-Er Tee sowie verdünnte Pflanzensäfte oder leichte Kräutertees. Bei Kuren, Diäten oder erhöhter Leistungsbereitschaft empfehle ich grünen Mate-Tee aus Überzeugung, da er den Großteil an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen enthält, der den Organismus reinigen und anregen. Mischen Sie dem Mate-Tee etwas Fruchtsaft oder Eisenkrauttee (Verbena) hinzu. Diese Mischung können Sie in der warmen Jahreszeit jederzeit kalt oder eisgekühlt genießen. Wer mehr Energie benötigt, mischt 1 TL Guarana-Pulver hinzu. Das Flüssigkeitsminimum beugt einer schleichenden Verschlackung des Organismus vor.

 

 

Pu-Er Tee, auch als Fettkiller bekannt,wirkt wie folgt:

 

Die Wirkstoffe des Tees bauen primär 2 Giftgruppen im Organismus ab: übermäßiges Fett und Alkohol. Übermäßige Fettzufuhr führt zu Trägheit, unschöner Körperfülle und Bluthochdruck sowie stärkerem Schwitzen. Übermäßiger Alkoholgenuss wirkt sich ähnlich aus. Pu-Er befreit den Organismus von Fett und Alkohol und normalisiert somit die Neigung zu Bluthochdruck.

Pu-Er entgiftet und wird seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin angewandt (TCM). Er wirkt als sensationeller Entgifter und sollte in keinem Haushalt fehlen. Die hierfür verantwortlichen Wirkstoffe werden den Polyphenolen zugeschrieben. Die im Tee konzentriert enthaltenen Saponine senken den Cholesterinspiegel.

Spurenelemente: Zum Großteil komplett im Gerstengrassaft enthalten.

Bereiten Sie sich 4 Mal pro Monat frischen Presssaft aus Gerstengras zu. 20 ml frischer Presssaft werden mit 100 ml Wasser oder Saft vermischt.

Zubereitung: Die Gerstenkörner werden über Nacht eingeweicht. Danach lassen Sie die weichen Körner 3-4 Tage keimen. Hat der Gerstenkeimling eine Größe von ca.2-4 cm erreicht, pflanzen Sie diesen einfach in biologische Erde und gießen täglich einmal. Nach 10 Tagen erreicht das Gerstengras eine Höhe von ca. 10-15 cm. Nun pressen Sie das Gras aus und verdünnen wie oben mit Flüssigkeit. Ein kleines Energiewunder! Sie fragen warum?

Im frischen Presssaft sind alle lebensnotwendigen Mineralien, Spurenelemente und Vitamine enthalten, die einzigartig für ein konstantes Blutbild sorgen. Die Kombination mit dem hohen Chlorophyllgehalt macht Gerstengrassaft so wertvoll. Ich halte es für müßig, die im folgenden aufgelisteten Einzelstoffe isoliert zu besorgen und entsprechend zu dosieren, die Natur hat in diesem Fall für den Menschen die Dosis optimal gewählt. Deshalb keine Dosisempfehlung:

 

Inhaltsstoffe Gerstengrassaft:

 

Chlorophyll

Aminosäuren-Protein

Vitamin C und E

Antioxidantien

Beta Karotin

Super Oxide Dismutase

Lebendige Enzyme

Kalzium

Magnesium

Vitamin B-Gruppe

 

Als Vergleich: Gerstengrassaft enthält zehnmal mehr Kalzium als Milch, sechsmal mehr Magnesium als Bananen und fünfmal mehr Vitamin C als Orangen. Er wirkt gegen Müdigkeit, weil er Säure im Blut abbaut.

Zwischenzeitlich sind auch Gerstengraspulverpräparate in guter Qualität erhältlich. Dann sollten Sie von der Dosis her 4 Gramm hochwertiges Pulver an 4 Tagen im Monat einnehmen, was etwa 100 g frischen Gerstengräsern entspricht.

Neben Gerstengrassaft oder -kapseln sollten Sie im Sinne einer ganzheitlichen Lebensweise auch auf die nachfolgenden Spurenelemente nicht verzichten.

Lebenswichtige Spurenelemente

 

Chrom: Wichtig für die Zucker- und Fettverwertung

Empfohlene Tagesmenge: 50-180 µg

 

Enthalten in µg/100 g:

Blütenhonig 29

Holländischer Käse 97

Weizenvollkornbrot 54

Kartoffeln 34

 

 


Eisen:
Eisen ist lebenswichtig für den Sauerstofftransport.

Empfohlene Tagesmenge: 18-22 mg

 

Enthalten in mg/100 g:

Kürbiskerne 11,7

Linsen 7,8

Spinat 4,5

Vollkornflocken 4,6

 

 

Jod: Wichtig für die Funktion der Schilddrüse

Empfohlene Tagesmenge: 0,2 mg

 

Enthalten in mg/100 g:

Bergkäse 0,04

Krabben 0,13

Schellfisch 0,25

 

 

Kobalt: Wichtig für den Eiweißaufbau, Baustein von Vitamin B 12

Empfohlene Tagesmenge: 5-10 µg

 

Enthalten in µg/100 g:

Birnen 15,2

Brokkoli 5,2

Kopfsalat 5,5

Käse 1,0

Weißkohl 8,0

 

 

Kupfer: Bildung roter Blutkörperchen

Empfohlene Tagesmenge: 3-5 mg

 

Enthalten in mg/100 g:

Sonnenblumenkerne 2,8

Weizenkleie 1,8

Zuckererbsen 1,0

 

 

Mangan: Stärkt das Immunsystem

Empfohlene Tagesmenge: 5 mg

Enthalten in mg/100 g:

Haselnüsse 5,7

Weizenvollkornbrot 2,3

Zuckererbsen 2,1

 

 

Molybdän: Aktiviert die Stoffwechselfunktion

Empfohlene Tagesmenge: 200-500 µg

 

Enthalten in µg/100 g:

grüne Erbsen 72

Mais 55

Reis 85

Sojamehl, vollfett 185

 

 

Nickel: Verstärkt die Wirkung von Hormonen

Empfohlene Tagesmenge: 200-500 µg

 

Enthalten in µg/100 g:

Holländischer Käse 94

Mais 120

Walnüsse 140

Weizenvollkornbrot 140

 

 

Selen: Aufbau- und Schutzstoff mit vielseitiger Wirkung

Empfohlene Tagesmenge: 200 µg

 

Enthalten in µg/100 g:

Kokosnuss 840

Steinpilze 195

Weizenvollkornbrot 55

Reis 45

 

 

Silizium: Elastizität der Blutgefäße, Haare, Haut Nägel

Empfohlene Tagesmenge: 20-50 µg

 

Enthalten in µg/100 g:

Bananen 10

Lauch 6

Schnittbohnen 11

Zink: Aufbau von Körpereiweiß

Empfohlene Tagesmenge: 20 mg

 

Enthalten in mg/100 g:

Kürbiskerne, schalenlos 7,6

Linsen 5,5

Weizenkleie 13,7

 

Wenn Sie diese wenigen Regeln einhalten, baut Ihr Organismus systematisch zusätzlich belastende Umweltgifte ab.

 

Der Gerstengrassaft regt die menschlichen Drüsen- und Chakren an, was durch einen Biotensor oder ein Kirlianfoto nachgewiesen werden kann.

 

Das Trinken

Wasser- Das vernachlässigte Lebenselixier

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Zwei Liter sollten Erwachsene täglich trinken, um den Körper fit und leistungsfähig zu halten. Dabei sind Leitungs- und Mineralwasser nicht zu überbieten. Doch die nötige Flüssigkeitszufuhr erreichen die meisten Menschen nicht.

Viele trinken erst, wenn sie Durst verspüren. Doch dies ist bereits zu spät. Durst ist ein Alarmsignal des Körpers, das möglichst gar nicht erst ausgelöst werden sollte. Vor allem Kinder und Senioren trinken zu wenig.

 

 

Trinkempfehlungen:

Erwachsene: 2 bis 3 Liter

Kinder ab 10 Jahre: 2 Liter

Kinder bis 10 Jahre: 1,5 bis 2 Liter

Wasser- Grundlage aller biologischen Vorgänge im Körper

 

Der Mensch besteht zu über 50 Prozent aus Wasser, beim erwachsenen Mann sind es 60 Prozent, beim Säugling bis zu 70 Prozent. Wasser ist die Grundlage aller biologischen Vorgänge im menschlichen Organismus, es sorgt für den ständigen Austausch der Auf- und Abbauprodukte des Stoffwechsels und hält so den Körper funktionsfähig und gesund. Schon nach einem zwei- bis viertägigen Flüssigkeitsmangel kommt es zur Bluteindickung und Kreislaufversagen. Ein Flüssigkeitsverlust von zehn Prozent des Körpergewichts führt zu Desorientierung, Schwindel, Schwäche und Apathie bis hin zu Bewusstlosigkeit. In ganz schweren Fällen können Nieren- und Kreislaufversagen auftreten.

Wichtig ist es, den Flüssigkeitsbedarf über die richtigen Getränke zu decken. Hier sind Trink- und Mineralwasser die besten Möglichkeiten. Diese beiden Lebensmittel unterliegen in ihrer Zusammensetzung einer strengen Kontrolle. Doch das Leitungswasser in Deutschland hält nicht immer das, was es verspricht, in der Schweiz und Österreich ist dies jedoch nach wie vor gut. Die Proben werden an den Wasserwerken entnommen und dort kontrolliert. Was jedoch aus dem heimischen Wasserhahn fließt, kann in seiner Zusammensetzung mehr oder weniger stark verändert sein. Nicht selten kommt es zu mikrobieller Belastung, vor allem durch Fäkalkeime, zu Nitratüberschreitung oder Belastungen mit Schwermetallen durch Leitungsrohre. 

Experten raten aus mehreren Gründen zu der Bevorzugung von Mineralwasser oder abgekochtem Leitungswasser. Die angesprochenen Belastungen treffen auf Mineralwasser nicht zu. Zudem ist die Auswahl eines speziellen Mineralwassers für bestimmte Bedürfnisse möglich. Für Kleinkinder bietet sich nitratarmes Wasser an, Sportler oder Menschen mit niedrigem Blutdruck greifen auf natrium- und magnesiumreiches Mineralwasser zurück, kalziumreiche Wässer dagegen unterstützen die Osteoporosevorbeugung.

Vor allem auf den Verzehr süßer Limonaden, Cola- oder Fruchtsaftgetränke sollte verzichtet werden. Getränke mit hohem Zuckergehalt fördern die Entwic- klung von Karies und Übergewicht, zwei Krankheiten, die in Deutschland ohnehin endemische Ausmaße angenommen haben. Empfehlenswert sind Fruchtsaftschorlen, gemischt aus maximal einem Drittel Saft und zwei Dritteln Mineralwasser. Süßstoffgesüßte Lightgetränke sind eine Alternative, die die "schlanke Linie" und die Zähne schont, jedoch ist Süßstoff ebenso wie der weiße Zucker ein sehr aggressives, Säure bildendes Süßmittel.

Leitungswasser kann mit Filteranlagen, Umkehr-Osmose, Informationsverfahren, Levitation (Verwirbelung) erheblich verbessert werden.

 

Wie können wir die richtige Trinkmenge ermitteln?

 

Einfach und nicht ganz genau, wenn man das Gewicht in kg durch 30 multipliziert, d. h., ein 60 kg schwerer Mensch soll 1800 ml = 1,8 L Flüssigkeit trinken. Genauer ist es, wenn man die eingenommenen Kalorien berücksichtigt und 1 ml pro 1 Kalorien trinkt, d. h. bei 2500 Kalorien 2500 ml = 2,5 L. Man muss die Kalorien nicht zählen, nur beim üp­pigen Essen entsprechend mehr trinken.

Ganz genau ist es aufgrund des spezifischen Ge­wichtes vom Urin möglich. Das soll bei 1,010 liegen. Man kann es mit Stäbchen (wie bei Diabetes) kontrollieren. Die Stäbchen können Sie in den ärztlichen Praxen oder Apo­theken beziehen, 100 Stäbchen (für 200 Untersuchungen, leider sind keine kleineren Packungen erhältlich) kosten ca. 140 Franken. Die Krankenkassen vergüten sie nicht. Üblicherweise ist es jedoch nicht nötig so genau zu kon­trollieren.

 

Wie oft sollen wir trinken?

Möglichst regelmäßig über Tag- und Nacht verteilt, mehr (alle 1 bis 1,5 Stunden) nach einem eiweißreichen Fleisch- oder Käseessen und selbstverständlich bei und nach kör­perlicher schweißtreibender Tätigkeit. Wenn wir erwa­chen, auch gegen Morgen (4 bis 6 Uhr).

Wann sollen wir trinken?

Wenn wir kurz vor, während und unmittelbar nach größeren Mahlzeiten trinken, verdünnen wir den Verdauungssaft im Magen, bestehend aus Magensäure und Verdauungsfer­menten (Chymotrypsin und Trypsin für die Verdauung von Eiweiß, Lipase für die von Fetten und Amylase aus Spei­chel für die von Kohlenhydraten) und damit erschweren und vermindern wir die Verdauung. Deswegen ist es am besten, eine größere Menge Flüssigkeit (mehr als 1/2 dl) zu den kleinen Zwischenmahlzeiten, bis zu einer halbe Stunde vor und frühestens eine Stunde nach größeren Mahlzeiten einzunehmen.


Was sollen wir trinken?

Naheliegend wäre, und als Anhänger von ursprünglichen Naturlösungen würden wir es nur zu gerne tun, zu sagen, Leitungs-, Brunnen- oder Quellenwasser. Aus diesen drei Möglichkeiten kommt aus praktischen Gründen für die überwiegende Mehrzahl von uns nur das Leitungswasser infrage. Das hat in verschiedenen Lokalitäten jedoch unter­schiedliche Zusammensetzung und ist damit mancherorts nur bedingt zum Trinken geeignet. Das gilt dann selbstver­ständlich auch für Tee und Kaffee, die wir mit dem jewei­ligen Wasser zubereiten. (Außerdem weiß jeder passio­nierter Biertrinker, wie wichtig die Qualität des Wassers für den Geschmack des Bieres ist, was auch für Tee und Kaffee zutrifft.) Deswegen trinken wir zunehmend mehr Mineralwasser, das man ohne Kohlensäure auch für das Zu­bereiten von Tee und Kaffee benützen kann.

Die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen, fällt vielen Menschen schwer. Da verwundert es nicht, dass sogenannte Smoothies im Trend sind - kleine appetitliche Fläschchen mit pürierten Früchten für den Hunger beziehungsweise Durst zwischendurch. Den regel­mäßigen Biss in frische Äpfel oder Bananen ersetzen die Drinks aber nicht. Viele wichtige pflanzliche Inhaltsstoffe sind in Smoothies nicht enthalten. Dies liegt unter anderem daran, dass Smoo­thies vor ihrer Abfüllung erhitzt werden, Vitamine gehen dadurch verloren. Zudem werden die Früchte ohne Schale püriert. Das macht den Smoothie zwar in der Konsistenz feiner, entzieht ihm aber wichtige sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe. Dadurch sind Smoothies in der Regel nicht gesünder als herkömmliche Frucht- und Gemüsesäf­te. Vergleichsweise hoch ist der Kaloriengehalt der Smoo­thies. Er wird häufig unterschätzt, weil sich aufgrund der fehlenden Ballaststoffe nicht so rasch ein Sättigungsgefühl einstellt wie beim Verzehr von frischem Obst. Deshalb sind Smoothies auch keine Durstlöscher. Aber mal ab und zu einer ist völlig in Ordnung, betont Schmid. Am gesün­desten seien Produkte ohne Zuckerzusatz, Konservierungs- und Farbstoffe).

 

Welche Bedeutung hat die richtige Trinkmenge?

 

Der Körper besteht vorwiegend aus Wasser. Der Mensch er­trägt weder zu wenig noch zu viel Wasser. Das Gefühl für zu wenig ist der Durst und im Allgemeinen können wir uns auf ihn verlassen. Ältere Menschen spüren eher weniger Durst. Für zu viel Wasser haben wir aus verschiedenen Gründen kein Gefühl. Wenn es wirklich zu viel ist und eine Wasservergiftung (!) droht, beginnt uns übel zu werden. So weit kommt es praktisch nie, da unsere Nieren schnell viel Wasser ausscheiden können. Die Nieren haben die Fähig­keit, den Urin je nach Bedarf zu konzentrieren.

Von der gesamten Flüssigkeitsmenge, welche die beiden Nieren durchfließt, werden normalerweise nur un­gefähr 2 % ausgeschieden. Die Niere funktioniert am bes­ten, wenn der Urin ein spezifisches Gewicht von 1,010 hat. Wenn der Wert höher oder tiefer liegt, muss sie sich mehr anstrengen. Bei tieferem Wert muss das Herz unnötig viel Blut durch die Niere pumpen. Kurzfristige Abweichungen sind unvermeidbar und schadlos - dafür sind die Nieren eingerichtet. Dauernd zu wenig oder zu viel zu trinken je­doch ist schädlich!

Wenn man zu wenig trinkt oder zu viel Salz (und Eiweiß) konsumiert, wird im Gehirn ein Hormon vermehrt produ­ziert, das die Ausscheidung von Wasser hemmt, das sog. Antidiuretisches Hormon (ADH). Dieses Hormon verengt gleichzeitig die Gefäße und erhöht den Blutdruck. Man nennt es deswegen auch Vasopressin. Es scheint, dass es eine größere Rolle für die Entstehung des hohen Blutdruckes spielt, als wir bisher angenommen haben. Ein Grund mehr, nicht nur genug zu trinken, sondern auch weniger zu salzen und weniger Fleisch und Käse zu essen!

Nach neueren Erkenntnissen sollen gesunde (nicht Herz­kranke) jüngere Menschen so viel trinken, dass sie über 2 Liter Urin pro Tag ausscheiden: Man beugt so der Gefahr von Blasenkrebs vor, da die schädlichen krebserzeugenden Stoffe im Urin verdünnt werden und weniger lange und stark in der Blase wirken können. Ältere Menschen sollen mit zu großen Trinkmengen vorsichtig sein, damit sie ihr Herz nicht mit zu viel Flüssigkeit belasten.

 

Tee


Tee erfreut sich als Getränk immer größerer Beliebtheit. Nicht nur aufgrund des Genusses durch den Duft und das Aroma tut man sich mit einer Tasse Tee etwas Gutes. Auch unsere Gesundheit profitiert von den positiven Eigenschaf­ten der Teeblätter.

Dies belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchun­gen, in denen die Wirkungen der verschiedenen Substan­zen im Tee auf unseren Organismus erforscht wurden. Ne­ben den primär geruchs- und geschmacksgebenden Aro­mastoffen wie ätherische Öle und Theanin, sind einige spezielle Wirkstoffe im Tee enthalten, denen sogar die Vorbeugung verschiedener Erkrankungen zugesprochen wird. Besonders hervorzuheben sind hier die Polyphenole. Weitere wichtige Inhaltsstoffe im Tee sind Fluorid, das den Zahnschmelz stärkt und Karies vorbeugt, und Mangan, welches an der Knochensubstanzbildung beteiligt ist.

Polyphenole – Schutz vor Radikalen

Die Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstof­fen. Sie besitzen eine starke antioxidative Wirkung, d. h., sie können freie Radikale abfangen, die durch Oxidation zu Zellschädigungen in unserem Organismus führen. Aufgrund des hohen antioxidativen Potenzials wird den Polyphenolen ein schützender Effekt im Hinblick auf zahlreiche degene­rative Erkrankungen wie beispielsweise Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen zugesprochen.

Info "Freie Radikale"


In unserem Körper entste­hen durch Rauchen, starke UV-Strahlung, aber auch durch ganz normale Stoffwechselvorgänge in größerem Maße Sauerstoffradikale. Diese rufen im Körper den so genann­ten "oxidativen Stress" hervor, der zur Schädigung zahlrei­cher Zellstrukturen wie Zellmembranen, Proteine und En­zyme führt, und sogar Veränderungen am Erbgut auslösen kann. Zur Abwehr der Radikale dienen "Antioxidantien", die schon in sehr niedrigen Konzentrationen den Organis­mus vor unerwünschten oxidativen Schäden schützen. Hierzu gehören die Polyphenole aus dem Tee. Weitere be­kannte Vertreter sind Vitamin C, E, Beta-Carotin und Se­len.

 

Die Wirkungen von Tee …

auf das Herz-Kreislauf-System

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislau­ferkrankungen spielt die Oxidation des so genannten "bö­sen" LDL-Cholesterin durch freie Radikale. Das Risiko für Arterienverkalkung und Herzinfarkt wird dadurch deutlich erhöht. Wissenschaftliche Studien konnten belegen, dass Teetrinker ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkran­kungen haben. Vermutlich ist dafür unter anderem die Wirkung der Tee-Polyphenole als Radikalfänger verant­wortlich.

auf die Krebsentstehung

In den letzten Jahren haben sich viele Untersuchungen mit dem Effekt der Tee-Inhaltsstoffe auf die Entstehung von Krebs beschäftigt. Die Ergebnisse zeigen, dass regelmäßi­ger Teegenuss Krebs vorbeugend wirken kann. So konnte beispielsweise eine japanische Studie, an der über 8500 Menschen teilnahmen, zeigen, dass bei einem Konsum von mehr als zehn Tassen Tee pro Tag das Krebsrisiko deutlich sinkt. Ein Erklärungsansatz hierfür ist, dass die Polypheno­le im Tee auf die Rate der Zellverdoppelung einwirken und somit das Wachstum und die Entwicklung von Krebsge­schwüren beeinflussen.

auf die Haut

Auch die Haut profitiert vom Teetrinken. Die antioxidativ wirksamen Polypenole dienen als Schutz vor Radikalen, die durch UV-Strahlung entstehen. Sie können so sonnenbe­dingten Hautschäden entgegenwirken, vor vorzeitiger Hautalterung schützen und möglicherweise sogar Haut­krebs vorbeugen. Die aktuelle Forschung beschäftigt sich außerdem mit dem Effekt von Tee auf entzündliche Hauterkrankungen wie Psoriasis. Bisher existieren dazu nur Ergebnisse aus tierexperimentellen Untersuchungen. Diese sind aber durchaus vielversprechend.

auf infektiöse Erkrankungen

Wir sind ständig umgeben von Viren und Bakterien, die das Immunsystem unseres Körpers in der Regel gut in Schach hält. Doch nicht immer sind wir gefeit vor dem Ausbruch von Infektionskrankheiten, die zum Beispiel hervorgerufen werden durch Salmonellen oder Grippeviren. Teetrinker scheinen hier weniger anfällig zu sein. Die im Tee enthal­tenen Catechine hemmen vermutlich das Wachstum be­stimmter schädlicher Bakterien und Viren.

 

 

Info: Was ist besser – schwarzer oder grüner Tee?

Durch die unterschiedliche Verarbeitungsweise finden sich im grünen und schwarzen Tee verschiedene Arten der Po­lyphenole. Im grünen Tee herrschen die Catechine (z. B. Epigallocatechingallat - EGCG) vor, schwarzer Tee enthält dagegen vorwiegend die bei der Fermentation aus den Ca­techinen entstehenden Theaflavine und Thearubigene. An­tioxidatives Potenzial haben sowohl die Polyphenole aus grünem als auch aus schwarzem Tee. Zusätzlichen Einfluss auf die antioxidative Aktivität hat die Zeit des Aufbrühens. Je länger der Tee zieht desto höher ist der Gehalt an Poly­phenolen.

Für eine sinnvolle Unterstützung ihres Organismus ist das Trinken eine lebenswerte Maßnahme.